Wir erklären – im Bewusstsein der Erkenntnisse von Wilhelm Griesinger:
Was wir „Krieg“ nennen, ist im 21. Jahrhundert kein unausweichliches Schicksal mehr. Es ist ein Versagen.
Ein Versagen menschlicher Wahrnehmung, ein Versagen von Empathie, ein Versagen von Verantwortung.
Wenn Denken, Fühlen und Handeln im Gehirn entstehen, dann gilt das auch für politische Entscheidungen. Wer Krieg führt oder vorbereitet, entscheidet nicht abstrakt – sondern konkret, als Mensch, mit einem bestimmten Maß an Empfindungsfähigkeit und Selbstreflexion.
Wo diese fehlen oder systematisch überlagert werden – durch Machtstreben, Angst, narzisstische Kränkung oder ideologische Verhärtung – entsteht eine Dynamik, die ganze Gesellschaften in Gewalt treiben kann.
Krieg ist damit nicht nur ein politisches oder historisches Ereignis.
Er ist auch Ausdruck unzureichend entwickelter innerer Fähigkeiten im Umgang mit Macht, Angst und dem Anderen.
Diese Feststellung ist keine Beleidigung, sondern eine Diagnose unserer Zeit.
Eine global vernetzte Menschheit, die technisch in der Lage ist, sich selbst zu vernichten, kann es sich nicht länger leisten, die psychologischen Voraussetzungen von Führung zu ignorieren.
Deshalb fordern wir:
- volle rechtliche Verantwortlichkeit für politische Entscheidungsträger, ohne Verjährung für kriegsbedingte Verbrechen
- internationale Strukturen, die Macht nicht nur kontrollieren, sondern auch auf ihre psychologischen Risiken hin überprüfen
- eine öffentliche Bildung, die Empathie, Selbstreflexion und kritisches Denken als zentrale Voraussetzungen für Führung versteht
Langfristig muss die Frage erlaubt sein, ob extreme Formen von destruktivem Führungsverhalten systematisch erfasst und benannt werden sollten – nicht zur Stigmatisierung, sondern zur Prävention.
Nicht jeder Mensch, der Macht sucht, ist ungeeignet.
Aber eine Welt, die Macht ohne innere Reife akzeptiert, bleibt gefährlich.
Vor diesem Hintergrund wäre zu prüfen, inwiefern extreme Formen von destruktivem Führungsverhalten in internationalen Klassifikationssystemen wie dem ICD-11 stärker berücksichtigt werden sollten.
Darüber hinaus schlagen wir vor, die Möglichkeiten moderner Analyseverfahren verantwortungsvoll zu nutzen:
Ein unabhängiges, international legitimiertes Expertengremium – etwa im Umfeld der World Health Organization – könnte langfristig Verfahren entwickeln, um extreme Formen von destruktivem Führungsverhalten frühzeitig zu erkennen und wissenschaftlich zu beurteilen.
Ziel wäre nicht Kontrolle im autoritären Sinne, sondern Risikobewusstsein auf höchster Entscheidungsebene.
In einem weiteren Schritt sollte die Bevölkerung in verständlicher, alltagsnaher Sprache darüber aufgeklärt werden,
- wie sich problematische Machtmuster entwickeln,
- wie sie sich im Verhalten von Führungspersonen zeigen können,
- und wie man sie frühzeitig erkennt.
Diese Form der Aufklärung müsste regelmässig überprüft und an den jeweiligen Stand von Wissenschaft und Gesellschaft angepasst werden.
Die Zukunft entscheidet sich nicht nur an Grenzen oder in Verhandlungen.
Sie entscheidet sich im menschlichen Bewusstsein.
Wilhelm Griesinger (* 29. Juli 1817 in Stuttgart; † 26. Oktober 1868 in Berlin) war ein deutscher Internist sowie Psychiater und Neurologe und gilt als einer der Begründer der modernen, naturwissenschaftlich orientierten Psychiatrie im Gegensatz zur damals vorherrschenden geisteswissenschaftlichen Auffassung. Er postulierte, ohne es beweisen zu können, dass psychische Erkrankungen Erkrankungen des Gehirns seien.
Quelle: Wikipedia
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Erstveröffentlichung: 2.09.2022 20:41
Letzte Aktualisierung: 21.08.2022 11:04